Labornetzgerät PeakTech 6225 A im Test

PeakTech 6225 A getestet

Das *PeakTech 6225 A im Test: Heute haben wir das 1-Kanal Labornetzgerät 0-30V von PeakTech im Test.

Das hat überzeugt: PeakTech 6225 A im Test

In unserem heutigen Test haben wir das 1-Kanal Labornetzteil von PeakTech mit einer Spannung von 0-30V und einem Strom von bis zu 5A. Das nur ca. 1,5kg leichte Schaltnetzteil wird von einem temperaturabhängigen Lüfter aktiv gekühlt und hat die Abmessungen von 70x160x255 mm. Es ist mit einem Überlast-, Übertemperatur-, Kurzschluss- und Ausgangsüberspannungsschutz ausgestattet. Der Ausgang lässt sich durch einen Taster an- bzw. abschalten und kann somit vor Inbetriebnahme eingestellt werden. Zur Einstellung der Spannung bzw. des Stroms besitzt es Inkrementalgeber, die eine Grob- und Feineinstellung ermöglichen.

Lieferumfang
  • deutsche Bedienungsanleitung
  • Werkskalibrierungsschein
  • Kaltgerätekabel

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Die beiden 4-stelligen Anzeigen für Strom und Spannung sind beleuchtet und geben die Spannung mit zwei und den Strom mit drei Nachkommastellen wieder. Durch Drücken des Reglers können Strom und Spannung feinjustiert werden.

Präzise Spannungs- und Stromanzeigen

Bei der Messung der Spannung zeigte unser Multimeter 0,99V bei eingestellten 1V am Netzteil. Bei 5V stimmten beide Anzeigen sogar exakt überein. Die Feineinstellung lässt Schritte von 10mV zu, was unser Multimeter bestätigte (1,05V am Netzteil entsprach 1,04V am Multimeter). Die maximal gemessene Spannung bei Leerlauf ergab 30,9V. Die Spannungsanzeige ist also recht genau. Ebenso verhielt es sich auch beim Strom. Bei angezeigten 100mA konnten wir 100,4mA an unserem Messgerät ablesen. Hier lässt sich das Labornetzteil sogar in 1mA-Schritten einstellen.

Ein- und Ausschalten ohne Auffälligkeiten

Um mögliche Spannungsspitzen beim Ein- bzw. Ausschalten zu ermitteln, haben wir den Ein- bzw. den Ausschaltvorgang mit einem Oszilloskop von Rohde & Schwarz (HMO1024) aufgezeichnet. Wie in den Bildern zu erkennen, gab es weder beim Einschalten, noch beim Betätigen des Hauptschalters auffälligen Spitzen. Diesen Test haben wir bei 5V und einem Strom von 1A gemacht.

Lastwechsel meistert das Gerät ohne Probleme

Plötzliche Lastwechsel sind nahezu alltäglich beim Betrieb eines Labornetzteils, weshalb es bei Änderung des Stroms zu keinen Spannungseinbrüchen oder Spannungsspitzen kommen sollte. Um dies zu testen, haben wir einen Leistungswiderstand von 5Ohm an das Labornetzgerät gehängt und mit einem Taster versehen. Mit Hilfe des Tasters kann nun die Last schnell zugeschaltet werden. Das Ergebnis zeigte unser Oszilloskop: weder Spannungsspitzen, noch Spannungseinbrüche.

Wie schnell spricht die Strombegrenzung an?

Sollte bei der Entwicklung von elektronischen Schaltungen oder beim Test von empfindlichen Verbrauchern etwas schiefgehen und der Verbraucher durch einen Fehler plötzlich mehr Strom ziehen, als vorgesehen, muss hier die Strombegrenzung möglichst schnell ansprechen, um den Verbraucher zu schützen. Dies haben wir mit unserem 5 Ohm Leistungswiderstand simuliert, indem wir das Labornetzgerät auf 5V und 500mA eingestellt. Es würde also eigentlich ein Strom von ca. 1A fließen. Wie im Bild zu sehen, benötigt das Labornetzteil ca. 15-20ms, um den Strom zu begrenzen. Damit liegt es im Mittelfeld der von uns bisher getesteten Geräte.

Trotz aktiver Kühlung meist sehr leise

Der Vorteil von Schaltnetzteilen ist im Belastungstest deutlich zu sehen. Hier zeigt sich der hohe Wirkungsgrat von >85%. Wir haben die maximal zulässigen Werte für Spannung und Strom eingestellt und den Ausgang kurzgeschlossen. Die entstehende Wärme wurde durch einen Temperatursensor am Lüfter auf der Rückseite des Geräts erfasst. Der Test lief, wie bei den anderen Netzteilen bisher auch, 30 Minuten. Der Lüfter schaltete sich erst nach ca. 20min. ein und nach etwa zwei Minuten wieder aus. Selbst bei großer Ausgangsleistung blieb das Netzteil also kühl und leise. Die Temperatur stieg von anfangs 23°C auf max. 28°C.

 

Video

Im Test: Labornetzteil PeakTech P6225A (0-30V 0-5A)
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Fazit

Uns hat das *PeakTech 6225 A überzeugt. Die Bedienung ist intuitiv, die Anzeigen lassen sich gut lesen, die Funktionalität ist umfangreich (Feinjustierung durch Inkrementalgeber, Ausgang zusätzlich schaltbar), die Ausgangswerte sind genau und das Ganze zu einem Preis von 73,07 €. Selbst bei großer Leistungsabgabe stieg die Temperatur um nur 5°C und der Lüfter war selten aktiv.

Dennoch gab es kleine Mankos: Im Lieferumfang sind leider keine Anschlussleitungen, sondern nur das Kaltgeräte-Kabel zum Anschluss an die Steckdose (passende Leitungen finden sie *hier). Außerdem sind die Anschlüsse nicht schraubbar. Somit lassen sich keine Einzellitzen an klemmen.

Ein Datenblatt (PDF) des Netzgeräts finden sie hier.

 

PositivNegativ
  • beleuchtete Anzeigen
  • konstantstromfest und kurzschlusssicher
  • temperaturabhängige Kühlung mit Lüfter
  • schaltbarer Ausgang
  • Feinjustierung mit Inkrementalgebern
  • Anschlüsse nicht schraubbar
  • Keine Leitungen im Lieferumfang

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Labornetzgerät PeakTech 6225 A im Test
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